Wasserkraftanlage

Historie

Der Kölner Randkanal wurde Mitte der fünfziger Jahre durch die Rheinischen Braunkohlenwerke AG und den Landkreis Köln partnerschaftlich erbaut. Bis heute dient er, zusammen mit der Erft, der Abführung der Sümpfungswässer aus den Braunkohletagebauen im Rheinischen Revier und schließt im Nordwesten den kommunalen Entwässerungsring um die Domstadt Köln.

Mitglieder des Zweckverbandes Kölner Randkanal sind die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, der Rhein-Erft-Kreis und die RWE Power AG.

Im Einvernehmen mit Landespolitik und Verwaltung leistet der Kölner Randkanal auch innerhalb der „regionale 2010“ als integriertes Element seinen Beitrag zum Masterplan RegioGrün.

Neben der Schaffung eines Radrundweges, der Einrichtung von Ruhezonen für Naherholungssuchende und der begleitenden Begrünung des technischen Bauwerks entstand der Gedanke, das zweifellos vorhandene energetische Potential des Gewässers zu nutzen und diese Energieerzeugungsform am Kanal Radwanderern und Spaziergängern mit entsprechenden Informationen zu erläutern.

Energiegewinnung durch Wasserkraft

Eine im Jahr 2009 durchgeführte Machbarkeitsstudie „Wasserkraftanlage“ bescheinigte dem Kölner Randkanal gute Abflussverhältnisse und eine konstante Wasserführung als Grundlage für den möglichen Betrieb einer Wasserkraftanlage auf Pulheimer Stadtgebiet. Im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde eine Amortisation innerhalb eines angemessenen Zeitfensters von 20 Jahren errechnet.

Nach umfassenden Vorarbeiten begannen die Bauarbeiten für die Errichtung einer Wasserkraftanlage am Rückhaltebecken Pulheim im Sommer 2010. Es wurde in ein bereits vorhandenes Nebengerinne des Kölner Randkanals eine Wasserkraftschnecke eingebaut.

Auch mit diesem Projekt geht der Zweckverband Kölner Randkanal weiter auf seinem Weg von der Verwaltung eines reinen Industriebauwerks der fünfziger Jahre hin zu einem modernen, umweltbewussten und innovativen Verband, der sein Bauwerk als Teil unserer Umwelt versteht.

Technische Daten

41 kW maximal erzeugbare Leistung
2,40 m Durchmesser der Wasserkraftschnecke
Kosten
rd. 290.000 €
Bauzeit
Oktober 2010 bis Mai 2011
Inbetriebnahme
19. Mai 2011

Führungen

Nachdem sich in den letzten Monaten viele Bürger für die Wasserkraftanlage und ihren Betrieb interessiert haben, bietet der Zweckverband Kölner Randkanal auf Anfrage eine Führung mit Erläuterungen an. In diesem Rahmen findet im Mai 2013 unter Anderem eine Informationsveranstaltung für die Fachschaft regenerativer Energien der Fachhochschule Köln statt.